"Josef Reisch, dessen Vater Adolf Reisch als einer der Begründer und Ideengeber des Johrmarktes gilt, erzählte:
Nach seiner (meines Erachtens recht guten) Erinnerung hat der Jorhrmarkt 1950/51 in Freudental begonnen, war hier 2 Jahre nacheinander, dann wollten ihn die Langenrainer unbedingt auch mal haben. Dort (Zitat) war nichts los - es waren zu wenig Leute da. Auch einige Freudentaler haben sich nicht daran beteiligt. Danach und ab 1956 wurde er dann alle 4 Jahre in Freudental durchgeführt. Vor und während dem Krieg war nach seiner Erinnerung kein Johrmarkt.
Für das Karussell wurde auf dem Grundstück vom Vater von Anton Litz, ein Göpel* für den Antrieb des Karussels gefunden der von Adolf Reisch, Oskar Glenkler und Josef Reisch ausgegraben und montiert wurde.
Beim Johrmarkt 1960 wurde erstmals die Altweibermühle betrieben. Diese Idee hatte Josef aus dem Schwarzwald mitgebracht und sie dann gebaut. Anfangs war sie fahrbar. Auch bei einem Umzug in Liggeringen wurde mitgemacht und dabei beinahe umgeworfen (Oskar Glenkler fuhr mit dem Traktor).
Hans Keller machte mit entsprechender Verkleidung das "alte Weib".
Der früher in Allensbach praktizierende Arzt Dr. Meßmer habe ihn beim Johrmarkt 1960 gebeten, unbedingt seine Frau durch die Altweibermühle zu jagen, was dann auch geschehen sei. Das Ergebnis war wohl etwas zwiespältig.
Den Hammeltanz habe es von Anfang an gegeben."